
Um eine halbe Stunde früher als seit Jahren gewohnt, versammelten rd. 80 FeuerwehrkameradInnen bei ebenfalls schon gewohnten sonnigen Sonntagmorgen beim Feuerwehrhaus mit Ehrengästen, um sich von der Trachtenmusikkapelle zum Florianigottesdienst in die Pfarrkirche geleiten zu lassen. Würdig gestaltete unser Hr. Pfarrer die Messe, wobei er an die Feuerwehr-jugend, welche auch die Fürbitten verlasen, auch so einige Fragen während der Predigt stellte. Stimmungsvoll umrahmte auch die Trachtenmusikkapelle wieder mit ihrem Spiel die Messe.
Beim Florianifestakt vor dem Feuerwehrhaus wurde nach dem Hissen der Feuerwehrfahne unseren verstorbenen Kamera-den mit einer Kranzniederlegung gedacht.
Das Versprechen der Feuerwehrjugend legten 6 Burschen und Mädchen ab. 1 Kamerad wurde von der Feuerwehrjugend in die aktive Mannschaft überstellt und angelobt. Nachdem sich die Kameraden der „Babyboomer-Generation“ zum Großteil schon in die nicht aktive Mannschaft verabschiedet hat, werden auch die Ehrungen für die langjährige Tätigkeit immer seltener. So wurde heuer nur eine Verdienstmedaille des LFV verliehen, sowie mehrere Beförderungen und Ernennungen zu Funk-tionen und ausgesprochen.
Nach dem Abspielen der Landeshymne erfolgte der Abmarsch zum Gasthaus Altwirt, in dem die 130. Jahreshauptversammlung im 135. Bestandsjahr abgehalten wurde.
Unter den Ehrengästen durfte man begrüßen: Fr. Bgm. Waltraud Brandstetter, Vizebgm. Peter Michalek, Ehren-AFK BR Josef Baier, vom Roten Kreuz Kolonnenkdt. Erich Schmiederer, die Ehrenkommandanten OBI Johann Kletzl und Johann Huber, Ehren-Löschzugs-Kdt. Georg Huber, Ehrenmitglied Pötzelsberger Matthias, Fahnenpatin Katharina Kletzl, Kurt Fischer, und nicht zuletzt die Trachtenmusikkapelle unter der Leitung von Fr. Kapellmeister Viktoria Schernthaner und Obmann Markus Berndl.
Nach der offiziellen Begrüßung durch OFK Matthias Ganisl erfolgte der Tätigkeitsbericht durch den langjährigen Schriftführer Johann Rehrl. Einsatzmäßig konnte man mit 51 Einsätzen auf ein durchwachsenes und durchschnittliches Einsatzjahr zurückblicken. Doch Ausbildung, Verwaltung und Feuerwehrjugend hatten es in sich, und so belief sich die Gesamt-stundenanzahl sich auf 13308 Stunden.
Der anschließende Kassenbericht durch Kassier Laurenz Rausch gewahrte einen Überblick über die Finanzen, in denen ein kleines Plus aufschien. Der Sprecher der Kassenprüfer sparte nicht mit Lob über die Kassenführung und bat die Anwesenden um die Entlastung des Kassiers, welche einstimmig angenommen wurde.
In seinen Mitteilungen weist Ortsfeuerwehrkdt. Matthias Ganisl darauf hin, dass die Zeiten auf finanzieller Seite immer schwieriger werden. So wird so einiges an Ausrüstung und Geräten auch aus eigenen Mitteln finanziert. Er richtet seinen Dank an alle Mitwirkenden des Dienstbetriebes, dass alles immer so reibungslos funktioniert. Es ergeht die Bitte an alle und jene, welche in die letzten Jahren aus Altersgründen in den nicht aktiven Stand übergetreten sind, nach Möglichkeit auch im Alarmfall die aktive Gruppe soweit wie möglich zu unterstützen. Anfang Juli steht in Nußdorf der Entscheidungsbewerb der Feuerwehrjugend an, Mithilfe ist gefragt. Dank ergeht auch an das Engagement des Jugendbetreuerteams, welche beinahe wöchentlich den Jugendlichen Wissen vermitteln und sie für die Bewerbe trainieren. Die Feuerwehrjugend ist mittlerweile ein Faktor, der sich nicht mehr wegzudenken ist. Auch die Beitritte hierzu sind nicht so selbstverständlich, werben doch alle Vereine um Mitglieder. Nach der Erneuerung des Dorfplatzes will man heuer hier bei schönen Wetter einen Dorffest-Frühschoppen veranstalten. Da in der Wasch- und Fahrzeughalle die Rigolen große Verschleißerscheinungen aufweisen, steht eine Renovierung an. Um die Kosten im Rahmen zu halten, wird man ohne Eigenleistungen hinsichtlich der Arbeit nicht auskommen. Mithilfe ist gefragt. Da es nicht mehr einfach ist, Funktionäre für gewissen Tätigkeiten zu finden, fällt auch der Dank hierfür nicht zu knapp aus.
In den Ansprachen weist Ehren-AFK Baier, welcher AFK Pitter vertritt, darauf hin, dass man es vor 20 Jahren für unvorstellbar gehalten hätte, dass die FF Nußdorf jetzt so gut dastehen würde. War doch damals nichts vorhanden außer einer Garage und ein finsterer Aufenthaltsraum im Keller des Gemeindehauses, welcher gleichzeitig als Büro diente. Dank des letzten Ortsfeuerwehrkdt. Miklis, welcher seinen Visionen folgte und einen Um- und Anbau an ein bestehendes Gebäude das jetzige Feuerwehrhaus durchsetzte. Nicht immer zur Freude seiner damals vorgesetzten Stellen. Der gesamte Fuhrpark wurde modernisiert und aufgestockt, um auf den Stand der Pflichtausrüstung zu kommen. Auch die Gründung der Feuerwehrjugend geht auf sein Konto. Durch die Aufrüstung und Modernisierung der Feuerwehr sah man im LFV unter der Leitung von LFK Winter ein, dass der Löschzug Pinswag nicht zuletzt aus Platzgründen ein neues Feuerwehrhaus benötigt. So unterstütze man wohlwollend die Bauabsichten und bewilligte die Förderungsmittel. So konnte vor 4 Jahren eine neue Heimstätte des LZ Pinswag bezogen und gesegnet werden. Da ohne Unterstützung der Mitglieder und Gemeinde dies alles nicht möglich wäre, richtet er seinen Dank an alle Mitwirkenden. Auch ein Lob über den Jahresbericht, welcher eine Dokumentation über die Leistung der Feuerwehrmitglieder offenbart, fehlte nicht. Somit verabschiedete er sich humorvoll auf altösterreichisch: „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut“.
Kolonnenkdt. Schmiederer: bedankt sich für die Einladung und Zusammenarbeit im letzten Jahr, bitte so weitermachen. Denn die Einsätze werden immer komplexer, sodass die gegen-seitige Unterstützung immer wichtiger wird.
Auch Fr. Bgm. Brandstetter bedankt sich für die Leistung im abgelaufenen Jahr. Übungen kann man planen, Einsätze nicht. Man weiß nie, was einen erwartet. Angesichts des Unfalles in Pabing ist es immer wieder erschütternd, wie Medien auf derartige Unglücke aufspringen, derart ausschlachten und fordern, die Schuldfrage wird spekuliert. Die Übungen von FJ sind sehr beeindruckend und erlebnisreich. Der Zusammenhalt in Nußdorf sei beispielgebend, egal welcher Verein. Dank auch für bebilderten Jahresbericht, dessen Gestaltung nicht selbstverständlich sei. Hinweis auf die Ortsplatzeinweihung am 5. Juli.
Ehren-OFK Kletzl richtet ebenfalls seinen Dank an alle Anwesenden für die hervorragend gelungene Florianifeier, war wieder wunderschön. Er gestattet sich auch einen Rückblick auf das vergangene Jahr mit seinen diversen Übungen und Veranstaltungen. Vor allem aber beeindruckte die Übung der Feuerwehrjugend kürzlich in Irlach. Es sei beeindruckend, „wie sie gewerkt haben“. Auch die Leistung des Schriftführers fand seine Anerkennung. Schließlich sei dieser schon Urgestein, hat er doch schon seine Funktion unter seiner Leitung übernommen, sind schließlich schon 38 Jahre. Seine Jahrgangskameraden, allesamt Mitstreiter aus vergangenen Jahren, gehören halt auch schon zu den Alten, können nicht mehr so überall dabei sein und ausrücken.
Gegen 11.15 Uhr neigt sich die Jahreshauptversammlung dem Ende zu und wird gemäß unserem Wahlspruch geschlossen:
Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.





